Bartpflege

Warum Rasieröl besser als Rasierschaum ist

Rasieröl wird auf hals eines Mannes vor der Rasur aufgetragen

Sicher kannst du dir bereits denken, dass Rasieröl nicht für quietschende Bärte gedacht ist. Wenn dein Bart quietscht, hast du ganz andere Sorgen. Warum du Rasieröl verwenden solltest und was beim Kauf wichtig ist, das erfährst du jetzt.

Was ist Rasieröl und wozu soll das gut sein?

Rasieröl ist Pre Shave Öl. Es wird vor der Rasur aufgetragen. Es dient gleichsam der Hautpflege während und nach der Rasur wie auch der Erleichterung der Rasur selbst. Seine ätherischen Öle legen sich wie ein Schutzfilm auf die Haut. Dort versorgen sie die Haut mit Feuchtigkeit und schützen vor Hautirritationen. Mikrofeine Unregelmäßigkeiten auf der Haut oder in der Klinge deines Rasierers können zu Schnitten und Kratzern und dem berüchtigten Rasurbrand führen. Das Rasieröl sorgt für ein sanftes Gleiten der Klinge über die Haut, um genau diese Verletzungen zu verhindern. Außerdem macht es das Barthaar weich und richtet es auf. So kann dein Rasierer es viel leichter durchtrennen. Das Ergebnis ist eine gründliche Rasur.

Einige weitere Vorteile des Rasieröls siehst du, wenn du Konturen rasieren willst: Im Gegensatz zum klassischen Rasierschaum erlaubt das Rasieröl freie Sicht auf den Bart und pflegt auch die Haare, die nicht wegrasiert werden. Der Bart wird seidig schön und die rasierte Haut glatt. Vor allem nach der Wäsche mit Bartshampoo kann das Rasieröl tief in die Barthaare eindringen und sie ideal für die Rasur aufweichen. Seine ätherischen Öle entspannen dabei die Haut. Dadurch schwillt sie nicht an und das Haar kann tiefer von der Klinge erfasst werden. Es bleiben keine Stoppel stehen und die Haut wird glatt wie ein Baby-Popo.

Was ist der Unterschied zwischen Rasieröl und Bartöl?

Der Hauptunterschied liegt in der Anwendung. Das Rasieröl ist als Pre Shave Öl dafür gedacht, die Barthaare aufzuweichen und die Haut vor Rasurverletzungen zu schützen. Das Bartöl hingegen soll den verbliebenen Bart pflegen, stärken und schützen. Dementsprechend sind die Inhaltsstoffe auch etwas unterschiedlich. Das Rasieröl legt den Fokus auf die Hautpflege und enthält rückfettende Inhaltsstoffe. Im Bart will man diese nicht unbedingt haben, deshalb enthält das Bartöl andere Pflegestoffe, die den Bart pflegen, aber nicht beschweren. In Kurz: Das Rasieröl kommt vor der Rasur, das Bartöl danach. Beide pflegen aber Haut und Haar durch ihre ausgewählten, natürlichen Inhaltsstoffe.

Rasieröl, Rasiergel, Rasierschaum – was ist besser?

Mann sprüht sich Rasierschaum auf die Hand. Ist Rasierschaum besser als Rasieröl?

Was für jeden persönlich die bessere Wahl ist, hängt hauptsächlich von den Vorlieben und vom Geldbeutel ab. Rasierschaum ist die billigste Alternative. Wer sich regelmäßig komplett glatt rasiert und keine besonders empfindliche Haut hat, fährt mit Rasierschaum möglicherweise sein Leben lang gut. Rasiergel versucht etwas den Spagat zwischen pflegendem Öl und schnellem Rasierschaum. Außerdem sieht es cool aus. Es ist daher die etwas teurere Version des Rasierschaums, das für Männer mit kleineren Hautproblemen gut geeignet ist.

Rasieröl kostet ohne Frage am meisten, liefert aber dafür viele Vorteile, die Rasierschaum und Rasiergel nicht bieten können. Durch seine hochkonzentrierten ätherischen Öle ist es besonders ergiebig. Oft reichen 2 – 5 Tropfen aus. Es ist ideal für Männer mit sensibler oder geschädigter Haut. Vor allem Bartträger mit scharfen Konturen lieben es. Und im Gegensatz zum Schaum und Gel, die in Dosen verkauft werden, gibt es Rasieröl in umweltschonenden Glasflaschen mit Pipette. So ist Rasieröl zwar das teuerste, aber gleichzeitig das günstigste Produkt.

Wie wird Rasieröl benutzt?

  1. Idealerweise nach dem Duschen, ansonsten sollte das Gesicht mit lauwarmem bis heißem Wasser gewaschen und anschließend abgetrocknet werden. Du kannst auch einfach warmes Wasser zum Anfeuchten deines Gesichts nehmen, wenn du gerade keine Zeit hast.
  2. Nun trägst du 2 bis 5 Tropfen Rasieröl auf. Bitte nicht direkt ins Gesicht träufeln, sondern auf die Finger und in den Bart einmassieren.
  3. Lass es nach dem Einmassieren mindestens 30 Sekunden, am besten noch ein paar Minuten einwirken; zwei oder drei Minuten reichen.
  4. Nun kannst du dich wie gewohnt rasieren, als wäre es Rasierschaum. Rasieröl kann sowohl mit einem Nassrasierer wie auch mit einem Elektrorasierer verwendet werden.
  5. Anschließend spülst du dein Gesicht mit kaltem Wasser ab und kannst das Bartöl als After-Shave auftragen.

Die meisten Rasieröle kommen in einer abgedunkelten Flasche, aber dennoch solltest du es lichtgeschützt lagern, wenn du es gerade nicht verwendest. Das schützt die ätherischen Öle und hält es lange frisch.

Worauf sollte ich beim Kauf achten?

Öl tropft von einem Blatt in eine Rasieröl Flasche.

Besonderes Augenmerk solltest du auf die Inhaltsstoffe legen. Natürliche Inhaltsstoffe sind zwar etwas kostenintensiver als künstliche, aber viel besser für die Haut. Sie ziehen schnell ein und unterstützen das natürliche Hautmilieu. Achte auf die Inhaltsstoffe, die für deinen Hauttyp wichtig sind: Vitamin E schützt die Zellen und hilft bei beanspruchter Haut. Rizinusöl hilft bei der Versorgung der Haut mit Nährstoffen und unterstützt den Bartwuchs. Menthol erfrischt die Haut und gibt gerade Morgenmuffeln einen extra Frischekick zum Wachwerden.

Gerade bei sensibler Haut solltest du auf schädliche Substanzen verzichten. Alkohole und Parabene könnten die Haut zusätzlich belasten. Palmöl ist nicht nur schlecht für das Hautbild, sondern darüber hinaus auch eine schwere Belastung für die Umwelt.

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