Wie du Schuppen im Bart erkennst und wieder los wirst

Schuppen im Bart

Wenn es bei dir aus dem Bart rieselt, bist du entweder hauptberuflicher Weihnachtsmann und kommst grad von draußen vom Walde her oder du hast Schuppen im Bart.

Wie erklären dir hier, wie du die Art deiner Schuppen bestimmst und sie nachhaltig wieder los wirst.

 

Was Schuppen sind und wie sie entstehen

Schuppen sind abgestorbene Hautzellen.

Da sich unsere Haut ständig erneuert, verlieren wir auch ständig die oberste Hautschicht, doch normalerweise sind diese flachen, durchsichtigen Zellen so klein, dass wir sie mit bloßem Auge nicht sehen können.

Wenn sich jedoch viele Hautzellen als zusammenhängende Gebilde lösen oder zu Flöckchen verklumpen, werden sie sichtbar. In der Regel sieht man die Hautschuppen ab etwa 500 Zellen auf einmal.

Und Schuppen sind nicht gleich Schuppen: Es gibt weiße und gelbe Schuppen und beide haben unterschiedliche Ursachen, wie du im nächsten Punkt sehen wirst.

 

Trockene und fettige Schuppen

Die Farbe der lästigen Schuppen hat nichts mit der Hautfarbe zu tun, sondern gibt schon einen Hinweis auf die Ursache. Die Bildung von Schuppen zeigt an, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Die werbewirksamen weißen Schneeflöckchen kommen von trockener Haut. Ganze Schichten lösen sich ab, weil die Haut austrocknet und spröde wird. Irgendwann fängt das zu jucken an und durch das Kratzen entstehen noch mehr trockene Schuppen und kleine Fissuren in der Haut, durch die Viren, Bakterien und andere Erreger fröhlich in die Haut spazieren können.

 

Trockene Schuppen entstehen zum Beispiel durch zu kalte oder zu heiße Temperaturen sowie plötzliche Temperaturunterschiede.

 

Sicher hast du schon mal bemerkt, wie es juckt, wenn du im Winter aus der Eiseskälte in die warme Wohnung kommst. Auch trockene Luft, Föhnen oder entfettende Shampoos können die Haut austrocknen lassen. Zu den weiteren Ursachen zählen Flüssigkeitsmangel (mindestens 2 Liter Wasser am Tag trinken und für jede Tasse Kaffee ein Glas Wasser zusätzlich), Alkohol und Rauchen, aber auch psychischer Stress.

Ganz kurz, warum Stress zu Schuppen im Bart führen kann: Stress fördert die Ausschüttung von Stresshormonen, was den Hormonhaushalt aus dem Gleichgewicht bringt, wodurch bestimmte Vitamine verstärkt verbraucht werden, was die Balance stört und zu Mangel in der Haut führt. Stress macht daher alt, nicht nur den Körper, auch die Haut.

 

 

Fettige Schuppen bestehen aus Hautzellen, Talg und Schmutz. Sie entstehen, wenn die Lipidschicht der Haut übermäßig stark ist und mehr Talg produziert als abgetragen wird.

 

Neben den Ursachen, die auch bei trockener Haut das Milieu aus dem Gleichgewicht bringen können, ist eine weitere mögliche Ursache für die Bildung von Schuppen bei fettiger Haut ein Hefepilz mit Namen Malassezia, der bei so ziemlich allen Säugetieren auf der Haut vorkommt und in fettiger Umgebung gedeiht wie Unkraut. Und zufällig ist der auch noch gelblich.

Warum ist der Unterschied eigentlich wichtig? Weil die Behandlung sich danach richtet, was die Ursache ist, sonst wirkt sie nicht. Und die falsche Pflege kann alles noch verschlimmern. Wie beim Motor im Auto: Zu viel Öl ist genauso schlecht wie zu wenig Öl.

 

 

Hausmittel gegen Schuppen im Bart

Das klassische Hausmittel, das auch für den Kopf gilt, ist das Anpassen des Barthaarewaschens:

Bei trockenen Schuppen seltener Waschen, höchstens alle drei Tage, bei fettigen Schuppen häufiger, und zwar täglich.

 

Weitere Hausmittel gegen Schuppen sind:

      • Haare nicht mit heißen Wasser waschen, sondern nur mit lauwarmem Wasser, so werden die Haare und Haut weniger strapaziert
      • Genug trinken, 2 bis 3 Liter täglich
      • Verzicht auf Kaffee, Alkohol und Tabak
      • ein paar Tropfen Pflanzenöl, am besten Olivenöl, aber auch jedes andere Küchenöl kann schnelle Linderung bringen
      • Honig wirkt beruhigend auf trockener, juckender Haut und darüber hinaus antibakteriell, gleichzeitig fettregulierend bei fettiger Haut
      • stark verdünnter Zitronensaft (1TL auf 500ml Wasser) wirkt gegen fettige Haut, da die Säure die Lipidschicht zersetzt, nach spätestens 10 Minuten gründlich abspülen
      • Gurkenscheiben oder Gurkenwasser als Hautkur gegen fettige Haut
      • Jogurt und Quark als Hautkur gegen trockene Haut
      • ausgewogene Ernährung mit viel Gemüse und Fisch hilft bei beidem
       

Was gegen Bartschuppen hilft

Auf deinem Einkaufszettel sollte auf jeden Fall Bartöl stehen, das versorgt trockene Haut mit einer Schutzschicht und lässt fettige Hautschuppen leichter ausbürsten.

Zunächst solltest du deinen Hauttyp bestimmen. Frage im Zweifel eine/n Kosmetiker/in.

Gegen Schuppen bei trockener Haut solltest du mit Aloe Vera, Ölen wie Macadamia oder Argan und rückfettenden, milden Shampoos vorgehen. Regelmäßiges Bürsten oder Kämmen steigert die Durchblutung der Haut. Nach jeder Wäsche solltest du die Haut mit einer rückfettenden Creme eincremen und in Haare und Bart ein Pflegeöl sanft einmassieren.

So regst du insgesamt die Talgproduktion an und sorgst für eine gute Durchblutung der Haut.

Gegen Schuppen bei fettiger Haut kannst du mit einem klassischen Anti-Schuppen-Shampoo vorgehen. Achte auf Pflegeprodukte, die speziell für fettige Haut ausgewiesen sind und frei von Parabenen und Silikonen sind. Nach der Wäsche ein Tonikum sanft einmassieren.

 

Wenn alles nichts hilft…

Wenn trotz intensiver Schuppenpflege auch nach 3 bis 4 Wochen die Schuppen nicht weg sind, könnte die Ursache in einer Schuppenflechte (Psoriasis), einem Ausschlag (Ekzem) oder einer Kontaktallergie liegen.

In diesem Fall ist der Gang zum Dermatologen unerlässlich, denn dein Pflegeprogramm behandelt nur die Symptome, nicht aber die Grunderkrankung und das ist, als würdest du ständig den Boden trocken wischen ohne die tropfende Leitung zu reparieren.

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